Wind of Changes
2 May - 9 August 2026
curated by Gabriel Grosset
wallpainting, acrylic on wood, 600x450cm 2026 | glazed ceramic, different sizes 2026
Sara Gassmann’s contribution to Panart Neuchâtel unfolds across the city as both a monumental gesture and an intimate discovery.
For this project, the artist created a large-scale mural near Neuchâtel’s Collegiate Church, drawing inspiration from the forms, colors, and mysterious visual encounters experienced during her walks through the city. These impressions reappear in a series of hand-painted ceramic pieces, discreetly installed throughout the Old Town, inviting visitors to encounter fragments of the work in unexpected places.
At the heart of Gassmann’s practice lies an exploration of the mystical and the absent. Her work investigates the interplay between form and color, figure and ground, creating images that hover between recognition and abstraction. Suggestive shapes evoke architecture, landscapes, objects, and fragments of the body, while remaining open to interpretation.
Through their poetic presence in the urban landscape, these ceramic interventions transform a simple stroll through Neuchâtel into a journey of observation, imagination, and discovery. Together, the mural and the dispersed ceramics form a constellation of visual narratives that connect the city’s streets, histories, and hidden corners.
photo credit: Thalles Piaget, Jessie Schaer
Lightnings. Monolog eines Innenraums
26 February - 17 April 2026
paintings and ceramics
different sizes
Her works articulate a reduced visual language of still lifes, in which objects and architectural fragments are detached from their functional roles and brought into new, carefully balanced relationships. These image spaces do not depict actual interiors; rather, they unfold as mental constructions shaped by a subtle tension between order, clarity, and openness.
Following an inner organizing principle rather than a fixed spatial logic, scales shift and layers overlap, while familiar elements appear in unfamiliar proximity. Motifs such as bathtubs, kettles, bowls, and architectural segments become carriers of spatial and psychological meaning, evoking ideas of containment, transition, and temporal deceleration.
Informed by a long-standing fascination with Japanese woodblock prints, Gassmann translates formal reduction, flat spatial organization, and precise color into a contemporary pictorial language. Through deliberate restraint and openness, her works generate calm yet resonant image spaces that invite attentive perception and inner expansion.
photo credit: 171Gallery
Seedlings of Time
group show
space25 in Collaboration with Atelier Mondial, Basel
5 December 2025 - 20 February 2026
shadow puppets (wayang kulit) 2024 | different paintings | video documentation
Sara Gassmann hat im Jahr 2024 drei Monate mit Atelier Mondial in Bali verbracht. Während dieses Aufenthalts hat die Künstlerin ihre Faszination für Schattenpuppen entdeckt und sich in ihrer Arbeit inhaltlich und visuell mit Licht und Schatten beschäftigt; sie hat die Technik des Schattenspiels erlernt und sie, in einem Dialog mit dem Sound Artist Janiv Oron, in eine eigene Sprache umgesetzt.
photo credit: Peter Steinmann
video documentation: Florine Leoni
video documentation 2025 / photo documentation 2025
Prozess Dokumentation eines improvisierten Dialogs
zwischen Sara Gassmann und Janiv Oron
7.-9. Februar Basel
5:30min
Idee, Schattenpuppen und Inszenierung: Sara Gassmann
Musikalische live Performance und Komposition /
Sounddesign filmische Dokumentation: Janiv Oron
Filmische Dokumentation und Postproduktion: Florine Leoni
backyard society, Arlesheim 2025
She takes the space she holds the room
group show
5 June - 29 June 2025
curated by Anais Strübin, Martina Lussi
coming together 2025
acrylic on wall, 267 × 600cm
Sara Gassmann arbeitet in den Medien Zeichnung, Malerei und Skulptur. Ihre Arbeiten sind Interaktionen von Formen und Farben. Für die Ausstellung im backyard society reagierte sie mit einer grossen Wandmalerei auf die Architektur im Wohnzimmer des Hauses. Lasierend überlagern sich die leuchtenden Formen, gehen ineinander über und bedingen einander. Als wiederkehrende Elemente erscheinen in ihren Arbeiten organische Formen, wie Tierleiber oder Gliedmassen, sowie in neueren Arbeiten – so auch hier – architektonisch Anmutendes.
photo credit: Anais Strübin, Samantha Zaugg
Salon Mondial, Basel 2024
(Re)encounters
group show
15 November - 1 December 2024
curated by Keabetswe Boccomino
heisse Quelle (serie)
glazed ceramic 2024
photo credit: Daniel Spehr
Ausstellungsraum Klingental, Basel 2024
like hitting a Wall
group show
6 October - 10 November 2024
curated by Karin Salathé
magical rivers
acrylic on wall 2024
Eine andere Art von Widerstand begegnet uns in der Wandmalerei ‘magical rivers’,
die Sara Gassmann vor Ort im Ausstellungsraum Klingental angebracht hat.
Himmelblau verspricht Durchbruch, ein sich öffnendes Fenster. Gassmann spricht
vom Blick nach oben, einem „Sich-Aufbäumen“ gegen das „Zusammensacken“.
Der Blick verliert sich im Wolkenhimmel, fällt apart, um sich darin wieder neu zu
sortieren und eine Verbundenheit mit dem Ganzen zu erhaschen.
photo credit: Karin Salathé
Kraut Kunstfestival, Luzern 2024
kraut 1 2024
with Timo Müller, O YAMA O
24 July 2024
eyes
Filter LED, Wood
Installation 24 July 2024
photo credit: Johanna Saxen, Reto Leuthold
Le Sacre du Printemps
group show
27 April-23 June 2024
curated by Michael Babics and Olivia Jenni
paintings 2023
different sizes
Sara Gassmann hat im Herbst 2023 eine Vielzahl neuer Gemälde geschaffen, die als zusammenhängender Werkzyklus betrachtet werden können und hier erstmals gezeigt werden. Die Künstlerin arbeitet dabei nie nur an einem Bild, sondern an mehreren gleichzeitig, wodurch Verwandtschaften zwischen den einzelnen Werken entstehen. Obwohl der Prozess durch schnelles Malen gekennzeichnet ist, benötigt es Zeit, bis sich ein Werk in seiner endgültigen Form entfaltet. Am Anfang stehen Bleistiftzeichnungen, die Sara Gassmann in Skizzenbüchern festhält. Für diesen Werkzyklus hat sie sich von der naiven Malerei des amerikanischen Künstlers Morris Hirshfield und dessen stilisierten Darstellungen von Tigern, Katzen und Frauen inspirieren lassen. Seine Bilder und ihre Zeichnungen bilden eine Art Fundament für den Beginn der neuen Gemälde. Während des Malprozesses werden Farbschichten neben- und übereinander gesetzt. Dabei lässt Sara Gassmann die unteren Schichten opak durchscheinen und die Interaktion der Farben verstärkt sich. In einem Werk, genannt «Luftschichten 5», winden sich farbenfrohe, katzenähnliche Umrisse geschmeidig auf und neben einem Sofa. In anderen Arbeiten fliesst die Farbe in Formen, die an menschliche Körperteile wie Hände und Füsse erinnern. Lange Finger mit krallenähnlichen Nägeln greifen über den Bildträger und die Glieder verschmelzen zu eleganten Drehbewegungen und anmutigen Pirouetten. Sara Gassmann sucht nach einem Spannungsbogen im Bild, einem Gleichgewicht zwischen Kontrolle und Zufall. Sie interessiert sich für die prozesshafte Verflechtung von Form und Farbe und von Figur und Grund. Die Farbe beginnt zu leben, und die figurativen und narrativen Elemente treten in den Hintergrund. Durch Schichtung und Vermischung entstehen Kompositionen, in denen die Farben wie Tänzerinnen auf einer Bühne interagieren.
photo credit: Nina Rieben
Zentral!
group show
2 December 2023 - 4 February 2024
curated by Alexandra Blättler
Pointing Memories
glazed ceramic 2023
different pieces and size
CONCERTO FINALE
group show
26 November 2023 - 8 January 2024
Regionale 24
curated by Ines Goldbach, Ines Tondar
dream city 1, Indiana, la famiglia, Hevea
acrylic, ink on cotton
130x160cm, 120x120cm, 130x160cm, 140x120cm 2021
In Farben, Formen und Gedanken, die in einer bezaubernden Symbiose verschmelzen, tauchen die Werke von Sara Gassmann auf. Die Künstlerin erkundet die Grenzen der bildlichen Realisierung in den Medien Zeichnung, Malerei und Plastik. Gassmanns Werke sind eine kühne Reise durch das Reich der Farben und Formen, die nicht nur einzelne Gemälde umfassen, sondern sich zu wandelbaren räumlichen Installationen vereinen. Hier geht es nicht nur um das, was auf der Leinwand erscheint, sondern auch um die Räume dazwischen, die den Betrachter*innen auf eine Reise der subtilen Reibungen und bewegten Gedanken mitnehmen. Die Farbkombinationen sind einfühlsam und beunruhigend, und die Pinselspur ist immer sichtbar und legt den Prozess offen. Transparenz und Schichten werden eingesetzt.
Sara Gassmanns Kunstwerke erinnern an vertraute Motive, doch sie sind nicht blosse Kopien oder Imitationen. Die Künstlerin verführt die Betrachter*innen dazu, über die Grenzen des Gewohnten hinauszudenken und die Kunst in ihren Werken zu erleben – wie eine poetische Syntax in einem Gedicht, wo Raum für individuelle Interpretationen und Bewegung zwischen den Zeilen bleibt.
So sind Gassmanns Werke wie Gedichte, in denen Wörter auf das Wesentliche reduziert sind und durch ihren Rhythmus und Klang eine einzigartige Sprache sprechen. Hier gibt es keine klare lineare Erzählstruktur, sondern es bleibt Raum für die Freiheit des Denkens und die Schönheit des Ungewissen. Die Kunst von Sara Gassmann wird nicht nur gesehen, sondern auch gefühlt und gedacht.
photo credit: Finn Curry